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Staatsbesuch KÖNIGSBERG. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Rußland und Polen der bei der Einnahme Königsbergs gefallenen sowjetischen Soldaten gedacht. Gemeinsam mit Sergej Lawrow (Rußland) und Radek Sikorski (Polen) legte er in der vergangenen Woche in Königsberg am „Mahnmal der 1.200 Gardisten“ einen Kranz nieder. Anlaß war ein Dreiertreffen Westerwelles mit seinen beiden Amtskollegen in der ehemaligen Hauptstadt Ostpreußens. Das Auswärtige Amt konnte auf Nachfrage nicht sagen, ob auf dem Friedhof auch deutsche Soldaten liegen oder ob Westerwelle auch für sie einen Kranz niedergelegt hat. Laut seinem Ministerium
unterstrich Westerwelle bei seinen Besuch, daß kaum eine zweite russische Stadt
so symbolisch für die Verbundenheit von Polen, Russen und Deutschen stehe wie
„Kaliningrad“. Deutschland, das seit 2004 ein Generalkonsulat in der Stadt
unterhält, sei wichtigster Handelspartner der Region. (ms/rg)
Kommentar: siehe dazu auch:
Kriegsgräberstätte in Königsberg / KaliningradDieser Friedhof für Gefallene und Bombenopfer des
Zweiten Weltkrieges wurde durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.
V. im Auftrag der Bundesregierung ausgebaut. Zur Erhaltung und Pflege der Anlage
ist der Volksbund auf Spenden und Beiträge angewiesen. Junge Menschen aus Europa
helfen im Rahmen internationaler Jugendcamps bei der Pflege und bauen Brücken
der Verständigung. 1995 begannen die Planungen des Volksbundes, den ehemaligen Friedhof Cranzer
Allee, auf dem bereits bis zu 5.000 Bombenopfer, Soldaten, Flüchtlinge und
Kriegsgefangene verschiedener Nationen bestattet sind, zu einer
Kriegsgräberstätte umzugestalten. Die erforderlichen Bauarbeiten begannen 2001
und konnten zwei Jahre später abgeschlossen werden. Die Umbettungen der Opfer
aus den vielen Grablagen innerhalb der Stadt und im Umland werden noch einige
Jahre in Anspruch nehmen. Bis Ende 2008 wurden 9.541 Tote aus dem Stadtgebiet
und der weiteren Umgebung zugebettet.
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