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Das Memelland

1. Geschichtliches
2. Aufbau von Verwaltungsstrukturen ab 1525
3. Zeitgeschichte und Folgen des Versailler Vertrags

 

1. Geschichtliches

Karte zum Vergrößern anklicken!Mit diesem Namen bezeichnen wir die Landschaft zu beiden Seiten der unteren Memel, soweit sie zum Deutschen Reiche gehörte. Sie war in frühgeschichtlicher Zeit keine Einheit. Der nördliche Teil, etwa im Umfang der späteren landrätlichen Kreise Memel und Heydekrug, war von Kuren besiedelt und gehörte zu den kurischen Landschaften Ceclis und Lamotina. Südlich davon saß zu beiden Seiten der unteren Memel der preußische Stamm der Schalauer. Vom Nordteil mit der Stadt Menel ergriff der Deutsche Orden von Livland aus Besitz (1252; Meimel, Stadt). Schalauen wurde 1275/2176 von Preußen aus erobert. Erst 1328 wurde Memel von Livland an Preußen abgetreten. Kirchlich gehörte das Gebiet nördlich der Memel weiterhin zum Bistum Kurland und der dortige Bischof hatte bis 1392 auch einen Anteil an der weltlichen Herrschaft. Die Grenze Preußens im Norden nach Livland hin (Verwaltungsgrenze der beiden Ordensländer Preußen und Livland) war 1328-1422 die Heilige Aa, ein Flüßdien nördlich von Polangen, südlich von Libau. Die Grenze in der »Wildnis« nach Litauen hin war vertraglich nicht gesichert. Der Vertrag von 1398, der ganz Samaiten dem Orden zusprach und südlich der Memel ihm noch einen großen Teil von Sudauen ließ, wurde durch die Niederlage des Ordens bei Tannenberg (1410) erschüttert. Erst der Friede von 1422 hat Bestand gehabt und die Grenze bis zur Gegenwart festgelegt. Der Memelstrom bildet an sich keine Grenze; denn Ströme trennen nicht, sondern verbinden. Die Grenze von 1422 verläuft von der Ostsee nördlich von Memel, wo ein litauischer Vorsprung, bei Polangen, Preußen und Livland trennt, in einem schmalen Abstand von der Memel, biegt nördlich von Schmalleningken südlich zur Memel ein, verläuft dann in südlicher Richtung in weitem Abstand von der mittleren Memel. Vor 1422 war das ganze große Gebiet beiderseits der unteren Memel nur sehr dünn besiedelt; außer der kleinen Stadt Memel gab es dort die Ordensburgen Tilsit und Ragnit, einzelne wenige bäuerliche Ortschaften sowie Fischer an der Küste des Haffs. Nach 1466 strömten litauische Bauern ein. Diese Wanderung hatte soziale und wirtschliche Ursachen und wurde in Preußen nicht ungern gesehen, da besonders nach 1466 (Abtrennung Westpreußens vom Ordensland) der Orden seine bisher vernachlässigten Wildnisgebiete stärker nutzen wollte. So wurde das nordöstliche Ostpreußen von Litauern unterwandert und deshalb später nach diesem Volksteile als Preußisch-Litauen bezeichnet, obgleich es nie zu Litauen gehörte. Im Laufe der Jahrhunderte fand eine Verschmelzung statt zwischen den litauischen Einwanderern und den Deutschen, die früher schon dort wohnten und auch später noch zuwanderten (Salzburger, 1732), und die Litauer nahmen zum großen Teil die deutsche Sprache an; doch gab in dem Gebiet nördlich der Memel noch 1910 fast die Hälfte der Bewohner litausisch als Muttersprache an.

2. Aufbau von Verwaltungsstrukturen ab 1525

Verwaltungsmäßig war das Gebiet beiderseits der Memel niemals eine Einheit, auch die Memel selbst niemals eine Grenze der Verwaltungsbezirke. Im Mittelalter gab es die Komtureien Memel und Ragnit, diese reichte über die Memel hinaus nach Norden. An der Küste des Haffs griff das Gebiet des Ordensmarschalls (Königsberg) zeitweise bis nach Windenburg und in die Fischerdörfer an der Ostküste des Haffs, im Memeldelta, hinüber. Nach 1525 gab es die Hauptämter Memel, Ragnit und Tilsit, dieses vorher schon Sitz eines Pflegers des Deutschen Ordens. Losgelöst von der Komturei Ragnit wurde ferner das Hauptamt Labiau. Nach der Zersplitterung in viele Domänenämter des 18. Jahrhunderts wurden 1815 die Kreise gebildet: Memel, Heydekrug, Tilsit, Elchniederung, Ragnit, Pillkallen. Der Kreis Memel gehörte fortan zum Regierungsbezirk Königsberg, die übrigen Kreise zum Regierungsbezirk Gumbinnen.

3. Zeitgeschichte und Folgen des Versailler Vertrags

Ein nur kurzlebiges politisches Gebilde war das »Memelgebiet«, oft auch »Memelland« genannt. Es wurde durch den Vertrag von Versailles 1919 geschaffen und umfaßte die Teile des Deutschen Reiches nördlich von der Memel, ferner die Nordhälfte der Kurischen Nehrung. Das Memelgebiet wurde 1920 von französischen Truppen, 1923 von Litauern besetzt und erhielt 1924 ein Autonomiestatut unter Aufsicht des Völkerbundes. Danach sollte der von Litauen eingesetzte Gouverneur ein Direktorium berufen, das auf das Vertrauen des Landtages angewiesen war. Der Landtag von 29 Abgeordneten zählte nie mehr als fünf Litauer, meist weniger. Hieraus ergeben sich zahlreiche Konflikte, die vor den Völkerbund kamen. Im März 1939 gab Litauen kampflos, wenn auch unter Druck, das Memelgebiet an Deutschland zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg gliederte die Sowjetunion es an die Sowjetrepublik Litauen an, während das Land südlich der Memel zum »Bezirk Kaliningrad« gehört und von der russischen Sowjetrepublik verwaltet wird. Nördlich der Memel sind zahlreiche Einwohner, die nicht mehr fliehen konnten, zurückgeblieben; südlich von Memel gibt es nur noch wenige Deutsche.
 

Quelle:
Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, 1966, Seite 144-146

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Als Deutscher unter dem „Schwents Jurgis“;
Die Memelburg soll wiederauferstehen;
Der Name von Klaipeda ist Memel;
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