Home weitere Infos Inhalt / Suche Copyright Impressum Datenschutz

 

Die nördlichen Nachbarn der Prußen

 


Mit uns im Dialog bleiben ...

... mit den ODF-Foren auf Yahoo ... auf YouTube ... auf twitter ... auf facebook ... auf meinVZ

weitere Infos


Preußische Allgemeine Zeitung
Preußische Allgemeine Zeitung - Klartext für Deutschland - 4 Wochen gratis testen - hier Klicken!


 

Die nördlichen Nachbarn der Prußen

von Beate Szillis-Kappelhoff

Die Ordensleute behaupteten gerne, die Wildnis sei unbewohnt gewesen, jedoch lebten in dieser Region die alteingesessenen Schalauer und Nadrauer sowie einige Kuren und Szemaiten. Das Gebiet der Szemaiten (Niederlitauer) lag nördlich des Flüsschen Schusche. Ihnen gehörte praktisch das gesamte Gebiet des heutigen Litauens nördlich der Memel. Die Litauer waren aus dem heutigen Rußland in Richtung Westen gedrängt worden und siedelten zunächst östlich der Sudauer und verdrängten ihrerseits die Szemaiten nach Westen. Der Name der Szemaiten leitet sich ab von "zheme" bzw, "szeme" (sprich wie das "G" in "Gelee" oder das "J" in "Journal") und bedeutet "Erde", aber auch Niederung Tiefebene, Talung.

Die Nehrung und das Kreisgebiet um Memel herum (auf einigen Karten abweichend das Gebiet nördlich von Memel in Richtung Polangen) waren kurisches Stammland. Der Name "Kure" heißt etwa "schnell zu Wasser" und hat sprachlich die selbe Wurzel wie der schnelle "Kurier" und der "Korsar" (Pirat). Im Wesentlichen ernährten sich die Kuren vom Fischfang, gelegentlich auch von der Piraterie, aber sie besaßen auch auf der gegenüber liegenden Haffseite ihre Heuwiesen, die sie bewirtschafteten. Die Kuren wanderten wegen des feuchter werdenden Klimas nach Lettland, nur wenige Familien blieben zurück. Einige Jahrhunderte später setzte eine Rückwanderung ein, aber die alten kulturellen Verbindungen waren unterbrochen, so dass die neuen Kuren lettisches Brauchtum mitbrachten.

Bemerkenswert waren die Keitelkähne mit ihren familien- und ortstypisch geschnitzten Wimpeln. Keitel oder Kidel waren trichterförmige aus Hanf gefertigte Treibnetze, mit denen in der Zeit vom 1. Juli bis 1. Oktober das Haff befischt wurde, allerdings aus Naturschutzgründen nur mit halbem Segel. Die Kurrenfischerei wurde mit zwei etwas kleineren Kähnen betrieben, zwischen denen ein Netz gezogen wurde. Im Winter gab es auf dem Haff die überaus harte Arbeit der Eisfischerei.

In der süd-östlichen Wildnis, in Nadrauen und Sudauen, gab es Besiedlung mit Hochlitauern, die vor der polnischen Willkür geflohen waren und das mildere Recht des Ordens suchten. Oft gab es diplomatisches Gezerre um diese Menschen, die aber häufig das Glück hatten, ihrer Obrigkeit nicht

ausgeliefert zu werden. Ab dem 15. Jh. sickerten dann immer mehr Szemaiten und Litauer in die Wildnis ein. Meist kamen sie in Familienverbänden und wurden zur Urbarmachung der Wildnis angesiedelt.

(c) 1998-2001, ostpreussenforum


Die Herkunft der Prußen Die 12 prußischen Stämme Die Sprache der Prußen Die Lage der Bauern Der Kampf der Prußen gegen den Ordensstaat Die große Wildnis Das Leben in der Wildnis Landwirtschaft im Sumpf Kleidung der Prußen Die heidnische Religion Göttinnen und Götter Über die Bocksheiligung ... Geburt und Taufe Verlobung Hochzeit Beerdigung Ausgerottete Prußen? Die nördlichen Nachbarn der Prußen Die Kuren Die Kurische Sprache Bernstein Die Sage von Bruteno und Widewuto Prußen statt Pruzzen Preußisch Littauen Litauische Geschichtsklitterung


zur Landsmannschaft Ostpreußen

Ostpreußen
Erleben Sie Tradition
mit Zukunft

zur Preußischen Allgemeinen Zeitung / Das Ostpreußenblatt zum Preußischen Mediendienst

Die Träger des Ostdeutschen Diskussionsforums:

Bund junges Ostpreußen (BJO)

Arbeitsgemeinschaft Junge Gereration im BdV-NRW
Junge Generation
im BdV NRW

Landsmannschaft Ostpreußen
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.
 
Ostpreußen-TV
über 4,3 Millionen Videoaufrufe

Landsmannschaft Ostpreußen - Landesgruppe NRW

Deutsch / German / allemand English / Englisch français / französisch      

Copyright © 2002-2018  Ostdeutsches Diskussionsforum (ODF)

Stand: 07. Juli 2018

zur Feed-Übersicht