EUFV tagte in Stuttgart
Solidarität mit den deutschen Vertriebenen in Sachen „Zentrum“
Am vergangenen Wochenende hat in Stuttgart der
Generalrat (Vorstand) der Europäischen Union der Flüchtlinge und Vertriebenen (EUFV)
unter Leitung von LO-Sprecher Wilhelm v. Gottberg getagt. Die Wahl des Ortes war
eine bewußte Geste der Solidarität mit der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL)
in Baden-Württemberg, die – anders als der zögernde Bundesverband der SL – den
Beitritt zur EUFV beschlossen hat.
Die Mitglieder des Generalrates nahmen dabei
auch an einer Gedenkveranstaltung zum „Tag der Selbstbestimmung“ teil. Die
Gedenkfeier mit über 150 Teilnehmern unter Leitung des Vorsitzenden der SL-Baden-Württemberg, Werner Nowak, fand im Haus der Heimat in Stuttgart statt.
Außerdem beschloß die EUFV eine Erklärung angesichts der Einmischung des
Auslandes bei der Besetzung des Stiftungsrates der Stiftung „Flucht,
Vertreibung, Versöhnung“. Diese Solidaritätsadresse hat folgenden Wortlaut:
„Die Generalversammlung der EUFV bedauert
außerordentlich den politischen Druck aus dem Ausland, der aufgrund einer
innerdeutschen autonomen Entscheidung zur Besetzung des Stiftungsrates der noch
zu schaffenden zukünftigen Stiftung ‘Flucht, Vertreibung Versöhnung’ ausgeübt
wurde. Dies dient nicht der Verständigung und der Partnerschaft im
zusammenwachsenden Europa. Frieden, Freundschaft und gute Nachbarschaft können
nur auf dem Fundament der historischen Wahrheit gedeihen.
Die Vertreiberstaaten müßten eine europäische
Dokumentationsstätte in Deutschland und in anderen Ländern akzeptieren können,
die im Geiste der Verständigung eine Ächtung der Vertreibung zum Ziel hat, damit
zukünftig Vertreibungen und ethnische Säuberungen unmöglich werden. Die
Generalversammlung vermißt eine eindeutige Zurückweisung der ausländischen
Einmischung durch die gesamte politische Klasse Deutschlands.“ - PAZ
Ansprache
des Generalsekretärs Massimiliano Lacota in Stuttgart
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