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60 Jahre PAZ


Preußische Allgemeine Zeitung
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Otto von Bismarck (1815 −1898) gehörte zu den
hervorragenden Gestalten des Zweiten Reiches.
Er vertrat die Interessen Deutschlands gegenüber
den europäischen Nachbarn, ohne dabei die
Grenze der Zumutung zu überschreiten.
Helmut Kohl (*3. April 1930) war von 1982 bis
1998 Bundeskanzler Deutschlands. Unter seiner
Kanzlerschaft gelang die Wiedervereinigung
Westdeutschlands mit Mitteldeutschlands. Er
wurde nach 16 Jahren Kanzlerschaft abgewählt.

Runde Geburtstage
Wilhelm v. Gottberg: 60 Jahre Preußische Allgemeine Zeitung

Die Wochenzeitung Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt (PAZ/OB) wurde am 1. April 60 Jahre. Sie ist nun in das siebte Lebensjahrzehnt eingetreten. Das ist für ein Publikationsorgan aus dem Bereich der Printmedien ein beachtliches Alter. Zahlreiche Glückwünsche sind aus diesem Anlass der Herausgeberin und der Redaktion zugegangen.

Blenden wir zurück: Am 1. April 1950 erschien diese Zeitung erstmalig mit dem Titel Das Ostpreußenblatt als Infozeitung für die Mitglieder der am 3. Oktober 1948 gegründeten Landsmannschaft Ostpreußen (LO). Herausgeberin war die LO, und dies ist sie bis heute geblieben. Die jeweiligen Mitglieder des Bundesvorstandes – speziell die Sprecher – der Herausgeberin tragen die Gesamtverantwortung für die Zeitung.

Die Leitung der Redaktion obliegt dem Chefredakteur, er und sein Redaktionsteam, soweit hauptamtlich tätig, sind Mitarbeiter der LO. Die Zeitung Das Ostpreußenblatt erschien monatlich zwei Mal, doch schon im Laufe des ersten Jahres wurde auf eine wöchentliche Erscheinung umgestellt.

Von Beginn an haben die Verantwortlichen der Zeitung die Leitlinie festgelegt, an der bis heute festgehalten wurde. Das Ostpreußenblatt ist nicht nur Publikationsorgan für die Mitglieder des Opferverbandes Landsmannschaft Ostpreußen, sondern nimmt darüber hinaus akzentuiert Stellung zu den politischen, sozialen und kulturellen Fragen der Zeit. Damit war der zukünftige Charakter der Zeitung als politische Wochenzeitung bestimmt. Die Gründungsväter der LO und des OB – und dies gilt auch für die heute Verantwortlichen – haben immer das Ganze im Auge gehabt. Ostpreußen war seit 1871 Teil des Reiches, schon vorher war das Königreich Preußen mit seiner Provinz Ostpreußen Teil der Deutschen Nation. Deshalb, aber auch wegen Erwägungen zur langfristigen Zukunftssicherung der Zeitung, sah sich die Herausgeberin 2004 veranlasst, den Titel zu ändern. Die Zeitung erscheint nun unter dem Titel Preußische Allgemeine Zeitung. Im Untertitel wurde Das Ostpreußenblatt beibehalten und als thematischer Schwerpunkt des Blattes ausgewiesen.

Was hat die Zeitung in den vergangen 60 Jahren gewirkt, gestaltet und erhalten? Die Landsmannschaft Ostpreußen und die in ihr organisierten Ostpreußen haben mit dem Blatt eine publizistische Stimme geschaffen, die von streng rechtsstaatlicher Denkungsart bestimmt wird. Das ist eine nicht hoch genug einzuschätzende Leistung in einer Zeit, in der die Politik immer mehr über das Recht dominiert. Diese Tatsache hat dazu geführt, dass der PAZ inzwischen eine beachtliche Zahl Leser zugewachsen ist, die nicht dem Vertriebenenbereich entstammt.

Darüber hinaus war und ist die Zeitung Brücke zur Heimat und auch einigendes Band sowie Korsett für die entwurzelten Ostpreußen. Zugleich hat sie dazu beigetragen, dass die heimatlos Gewordenen ihre landsmannschaftliche Identität bewahren konnten. Schließlich war und ist die PAZ wie keine andere Zeitung dem Reichsgedanken besonders verpflichtet. Das ist nachvollziehbar, stammen doch die Verantwortlichen der Zeitung oder ihre Nachgeborenen aus der östlichsten Provinz des Deutschen Reiches. Vom früheren Bundestagspräsidenten Hermann Ehlers stammt das Wort, dass sich aus dem untergegangenen Deutschen Reich die fortdauernde Verpflichtung ergäbe, zu den Landsleute, die außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes leben, eine lebendige Verbindung zu schaffen. Woche für Woche ist die PAZ diesem Auftrag nachgekommen. So soll es auch zukünftig bleiben. Die Erinnerung an die Geschichte, die Bewusstmachung der großartigen Leistungen der Menschen im Ersten und Zweiten Reich kann Vorbildcharakter haben für die erfolgreiche Bewältigung unserer Zukunft. Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wohin er will.

Damit sind wir bei einem weiteren Geburtstag. Ebenfalls am 1. April wurde Otto von Bismarck geboren. Er wird zu Recht als der Schöpfer des Zweiten Reiches bezeichnet. Wie bei keinem Staatsmann nach ihm wurde Bismarcks Handeln vom Reichsgedanken bestimmt. Bei der inneren Ausgestaltung des Zweiten Reiches berücksichtigte er das erforderliche Maß an Kontinuität zum Bewährten aus der Vergangenheit und unabdingbarem Wandel zu Erneuerungen in einer durch Industrialisierung sich rasch verändernden Welt.

Das allgemeine, gleiche und freie Wahlrecht für den Reichstag, die Sozialgesetzgebung in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts und Bismarcks Friedenspolitik – das Spiel mit den fünf Bällen – sind epochale Meilensteine einer Entwicklung, die in die heutige Bürgergesellschaft einmündet.

Dieser brandenburgische Preuße wusste noch, was seinen Nachfolgern im Kanzleramt ab 1933 aus dem Gedächtnis gekommen war. Er wusste, dass für die territorialen Grenzen des Reiches, die deutsche Identität der Landeskinder und die Zumutbarkeit eines geeinten Deutschlands hinsichtlich seiner räumlichen Ausdehnung für die europäischen Nachbarn bestimmende Faktoren sind.

Sein Nachfolger ab 1933 hat in verblendetem Größenwahnsinn mittels einer vom Bösen gesteuerten Kriegspolitik versucht, die Ostgrenze des Reiches weit in den osteuropäischen Raum hinein zu verschieben. Dieser Versuch endete in der bekannten europäischen Katastrophe von 1945. Allerdings konnte Hitler nur in das Kanzleramt gelangen, weil die Verantwortlichen für das Ungeheuerliche Friedensdiktat von Versailles seine ausländischen Steigbügelhalter waren. Seine Nachfolger ab 1945 haben mit vermeintlicher Friedenspolitik, die leider phasenweise würdelos war, mehr als ein Viertel des Reiches im Osten preisgegeben. Wie konnte es dazu kommen? Bei Theodor Eschenburg kann man nachlesen, dass für Adenauer hinter der Elbe die russische Walachei begann.

Damit kommen wir zu einem weiten Geburtstag in diesen Tagen. Helmut Kohl vollendet am 3. April sein 80. Lebensjahr. Kohl hat sich immer als Enkel Adenauers bezeichnet. Er hat sich schon in seiner Zeit als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz für die Preisgabe der Ostprovinzen des Deutschen Reiches ausgesprochen. Unter dem Vorsitzenden Kohl wurde 1988 versucht, den Begriff der Wiedervereinigung aus dem außenpolitischen Grundsatzprogramm der CDU zu streichen, was eben noch vom damaligen LO-Sprecher Ottfried Hennig unter tatkräftiger Mithilfe dieser Zeitung verhindert werden konnte.

Während der Kanzlerschaft Kohls sind die Ostprovinzen des Reiches aus dem Bewusstsein der Menschen getilgt worden, soweit diese nicht von dort stammten und noch in der Kindheit prägende Kindheits- und Jugenderfahrungen machen konnten. Die Glorifizierung Kohls als Kanzler der Einheit ist historisch nicht zu rechtfertigen. Er hat – was seines Amtes war – den von den Bürgern Mitteldeutschlands erzeugten Druck aufgegriffen, der nach einem neunmonatigen Entwicklungsprozess zur Vereinigung des westlichen mit dem mittleren Teil des Reiches geführt hat. Während dieses Prozesses hat Kohl zielstrebig auf die kleine Wiedervereinigung hingearbeitet. Dass ihm dabei gravierende Fehler unterlaufen sind, bleibt zweitrangig. Nur wer nicht handelt, macht keine Fehler.

Macht, Ehre, Anerkennung – diese Ziele waren bestimmend für Kohls Handeln. Er wollte so gerne länger Kanzler sein als Bismarck. Dieser Wunsch veranlasste ihn, sein Versprechen, mit Ablauf der Wahlperiode 1994-98 das Spitzenamt abzugeben, zu widerrufen. Dies geschah im Frühjahr 1997. Was wäre dem Pfälzer erspart geblieben, wenn er am 3. April 1997 seinen 67. Geburtstag mit kritischem Gespür Rückblick und Ausblick gehalten hätte. Das Erreichen des biblischen Alters bereits in Sichtweite hätte das Ergebnis Abgeben, Loslassen heißen müssen. Aber Kohl hielt sich für unersetzlich. Bescheidenheit und Maßhalten waren nicht seine Stärke. Mit seinem Verhalten in der CDU-Spendenaffäre hat er dem Ansehen des Rechtsstaates Deutschland geschadet.

Zurück zum Geburtstagskind Preußische Allgemeine Zeitung. Die Verantwortlichen der Zeitung – Herausgeberin und Redaktion – wissen, worauf die Erfolge in der Vergangenheit begründet waren. Das wird uns Leitlinie auch für die Zukunft sein. Die Devise heißt: An Bewährtem festhalten, Neuerungen gegenüber nach kritischer Würdigung offen stehen, dem Ganzen verpflichtet sein, Distanz zum Zeitgeist halten und Preußische Tugenden leben und propagieren. Darüber hinaus wird die PAZ das Recht und die Freiheit Deutschlands und seiner Menschen wahren und gegen alle Nivellierungsversuche verteidigen sowie die Interessen der Deutschen in den früheren Ostprovinzen des Reiches im Auge behalten. Das sind die Voraussetzungen für das Erscheinen dieser unabhängigen Wochenzeitung für Deutschland auch in den nächsten Dekaden des 21. Jahrhunderts.

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 13/10 v. 03.04.2010

60 Jahre Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung

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weitere Informationen:
chronologischen Archiv der PAZ und des Ostpreußenblattes:
www.ostpreussen.de/textarchiv/chronologisches-archiv.html



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