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ROK will noch mehr
Auch Gebäude aus sowjetischer Zeit werden »zurückgefordert«

Die Kirchenübertragung an die Russisch-Orthodoxe Kirche (ROK) im Königsberger Gebiet bleibt ein viel umstrittenes Thema. Schon Mitte November hatten Bürgerinitiativen und Intellektuelle eine erste Protestkundgebung gegen die Übereignung organisiert. Bald folgte eine weitere am Denkmal „Mutter Russland“.

Am 23. November wurden im Sitzungssaal der Gebietsduma die Dokumente zur Übereignung einer Reihe von Architekturobjekten an die Königsberger Diözese der ROK unterschrieben. An der Zeremonie nahmen die bevollmächtigte Vertreterin des Gouverneurs in der Gebietsduma, Tamara Kusjajewa, teil sowie Bischof Seraphim und die Leiterin der regionalen Agentur für Grundbesitz, Irina Sidorenkowa. Es wurde die Übereignung von sieben Gebäuden abgesegnet: die Gebietsphilharmonie (Kirche der Heiligen Familie), das Gebäude des Gebietsorchesters für Volksinstrumente (früher gab es dort eine Kapelle), das Gebäude der Polytechnischen Lehranstalt Nr. 5 auf der Juditter Kirchenstraße (dort war früher eine Kirchengemeinde untergebracht), Schloss Waldau, das Gebäude der Internatsschule Nr. 1 (früher ebenfalls eine Kirchengemeinde).

Auch die Kirche Arnau wurde endgültig der ROK übereignet. Nun finden hier jeden Sonnabend orthodoxe Gottesdienste statt, die durchschnittlich von etwa 15 Menschen besucht werden. In der Kirche werden nach und nach orthodoxe Kultobjekte aufgestellt. Die Kirche wurde der ROK schon im Sommer dieses Jahres zur Nutzung übergeben, seitdem finden dort russisch-orthodoxe Gottesdienste statt.

Der deutsche Verein „Kuratorium Arnau“ verurteilte die Übereignung der Kirche an die ROK. Der Vorsitzende Walter Rix berichtete, dass sein Verein für die Rekonstruktion der Kirche seit 1992 über 300.000 Euro aufgebracht habe. 2008 wurde mit dem Gebietsmuseum für Kunst und Geschichte ein Vertrag über zehn Jahre geschlossen, laut dem beide Seiten als gleichberechtigte Partner auftreten. Die Übereignung der Kirche an die ROK stellt einen Vertragsbruch dar. Die Ergebnisse der langjährigen Arbeit des Vereins zur Wiederherstellung des historischen Aussehens der Kirche würden nun zerstört. Das Kuratorium Arnau glaubt, dass die Übergabe des Gebäudes an die ROK den Charakter der Kirche verändern werde.

Der Prozess der Übereignungen wird weitergehen. Auf der Kurischen Nehrung fand am 11. Dezember eine Bürgerversammlung Sarkau statt, bei der über die Übereignung des Kulturhauses an die ROK beraten wurde. An der Stelle des Kulturhauses stand vor einem halben Jahrhundert eine Kirche, auf deren Ruinen das Kulturhaus errichtet wurde. In der Sowjetzeit wurde es ganz bestimmt nicht für religiöse Zwecke gebaut. Doch das sieht die ROK anders. Weil an dem Ort einmal eine – keineswegs orthodoxe – Kirche gestanden hat, beansprucht sie nun auch das Grundstück. Zu der Bürgerversammlung hatten örtliche Abgeordnete eingeladen, um die Meinung der Dorfbewohner zu hören. Doch obwohl die Bürger sich gegen eine Übereignung an die ROK ausgesprochen hatten, hat der Abgeordnetenrat der Übereignung zugestimmt. Auf der Liste der ROK stehen noch zirka 150 solcher „neuen“ Gebäude in der Region.

Quellen:
Foto: www.newkaliningrad.ru/news/community/k1177900.html;
Text: Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 51/10 v. 24.12.2010

weitere Berichte zum Eigentumsstreit

im Ostdeutschen Diskussionsforum unter:
Ostdeutsche Heimatarbeit;
Kuratorium Arnau - aktuell;

auf den Netzseiten des Kuratoriums Arnau e.V.:
www.kuratorium-arnau.net/aktuelles/;
www.kuratorium-arnau.net/Info/Presse/;


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