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Gemeinsame Heimat: Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums,
heißt die Gäste willkommen.

»Zukunft braucht Vergangenheit«
Zweites deutsch-russisches Forum
Ostpreußisches Kulturgut gemeinsam erhalten, Wissen verbreiten
von Manuela Rosenthal-Kappi

Rund 70 Vertreter von Museen und Archiven, Schulen und Zeitungen aus der Bundesrepublik Deutschland und dem Königsberger Gebiet trafen sich am vergangenen Wochenende in Lüneburg zum zweiten deutsch-russischen Forum. Die von der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) organisierte Arbeitsgemeinschaft will ostpreußisches Kulturgut erhalten und das Wissen um die Kulturgeschichte der Region verbreiten.

Brigitte Stramm, Vorstandsmitglied der LO und Organisatorin des Forums, freute sich, die Gäste in Lüneburg begrüßen zu können. Die traditionsreiche Stadt sei prädestiniert für eine Tagung mit dem Motto „Zukunft braucht Vergangenheit“, auch wegen des hier ansässigen Ostpreußischen Landesmuseums, das der Bewahrung historischer und geistiger Werte dient. Bürgermeister Eduard Kolle lobte die Arbeit des Ostpreußischen Landesmuseums und von dessen Direktor Joachim Mähnert und würdigte die Tatsache, dass die Landsmannschaft Lüneburg für ihr Forum gewählt hatte.

Die Idee gemeinsamer deutsch-russischer Kulturforen gründet auf der Erkenntnis, dass die reiche Geschichte Ostpreußens auch mit neuen Bewohnern erhaltenswert sei. Geplant ist, die Ergebnisse des Forums zu veröffentlichen. Mit einem Zitat Ricarda Huchs beendete Brigitte Stramm ihr Grußwort: „Tradition ist Weiterreichen der Glut und nicht der Asche.“

Wilhelm v. Gottberg, Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, appellierte an die russischen Gäste, sich bei ihren Behörden für den Wegfall des Visumzwangs einzusetzen. Dies würde die zukünftige Zusammenarbeit erheblich erleichtern.

Alla Fjodorowa, die Leiterin der russischen Delegation, betonte, dass von russischer Seite die vielfältigsten Institutionen – Museen, Archive, Schulen und Zeitungen – vertreten seien. Das Wichtigste, was alle verbinde, sei die Liebe zur gemeinsamen Heimat.

Anschließend folgte eine Vortragsreihe, die Christoph Hinkelmann vom Ostpreußischen Landesmuseum eröffnete. Er stellte die Forschungsarbeit des Museums in den vergangenen 15 Jahren vor, dazu dessen Wechselausstellungen, aktuelle Arbeiten sowie Buchveröffentlichungen.

Jewgenij Tschernyschew, Historiker der Kant-Universität in Königsberg, gab einen Überblick über die „Denkmalrolle“, eine Liste besonders erhaltenswerter Bau- und Kulturdenkmäler. Sie umfasst gegenwärtig 1600 Objekte, von denen sich jedoch nur 20 Prozent in einem zumindest befriedigenden Zustand befinden. Weiter berichtete Tschernyschew über die Perspektiven für die Entwicklung eines „historischen Tourismus“ im bis 1991 für Reisende gesperrten nördlichen Ostpreußen. Der Tourismus in dem Gebiet habe sich folglich erst Mitte der 90er Jahre entwickelt. Nach einer „Nostalgie-Tourismus“-Welle seien die Besucherströme aus der Bundesrepublik etwas abgeebbt, obwohl Gäste aus der Bundesrepublik immer noch eine große Rolle spielten. Die künftigen Schwerpunkte sieht Tschernyschew im Kongress- und Naturtourismus sowie im Wassersport.

Timo Ibsen, vom Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum und deutscher Grabungsleiter, gab einen Einblick in archäologische Ausgrabungen am Beispiel Wiskiauten, Kreis Samland. Hügelgräber südlich von Cranz deuten auf eine skandinavische Siedlung hin, die später von Prußen bewohnt wurde. Genauere Angaben sind im Internet unter www.wiskiauten.eu nachzulesen.

Auf großes Interesse stießen die Ausführungen von Manfred  Schwarz, der das Bildarchivprojekt der LO vorstellte. Per Beamer wurde die Internetseite www.bildarchiv-ostpreussen.de auf eine Leinwand projiziert, sodass die Zuschauer am konkreten Beispiel durch das Menü geführt wurden. Die Benutzung ist auch in kyrillischer Schrift möglich.

Anschließend arbeiteten die Teilnehmer in fünf nach Heimatkreisen aufgeteilten Gruppen. Ziel war es, neben einer Bestandsaufnahme von Kulturdenkmälern eine Verteilerliste zu erstellen, um effektiver zusammenarbeiten zu können. An den Tischen entwickelten sich lebhafte Diskussionen. In der knappen Zeit konnten nicht alle Punkte abgehandelt werden. Doch als jede Gruppe ihre Ergebnisse vortrug, zeigte sich, dass man ein Stück weiter gekommen war. Als nächstes wird die Verteilerliste erstellt, auch soll das Internet verstärkt genutzt werden, um über beiderseitige Aktivitäten zu informieren.

Die grenzüberschreitende Kulturarbeit des Forums wird übrigens bisher ohne öffentliche Förderung alleine von der LO finanziert. Das dritte deutsch-russische Forum im kommenden Jahr wird wieder in Ostpreußen stattfinden.

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 44/09 v. 31.10.2009


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