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Kreis Schloßberg

 


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Der Landkreis Schloßberg (Pilkallen)

Der Landkreis Schloßberg früher Landkreis Pillkallen, hat eine Gesamtfläche von 1.059 qkm und 42.656 Einwohner, das sind 40,2 auf 1 qkm. Seine Ostgrenze ist gleichzeitig Staatsgrenze und wird von der Scheschuppe, die auch den nördlichsten Kreisteil durchfließt, der Schirwindt und von deren Nebenfluß, der Rauschwe, gebildet. Der Kreis Schloßberg hat drei größere Hochmoore. Westlich Haselberg (Lasdehnen) breitet sich die etwa 20 qkm große Kacksche Balis aus; sie erhebt sich fast 6 m über den Untergrund. Das Moor hat nur spärlichen Baumwuchs. Die etwa 13 qkm große Schoreller Plinis liegt im Schoreller Forst und ist schwer zugänglich. Die vor wenigen Jahrzehnten noch 10 qkm große Schillehner Plinis zwischen Schirwindt und Schillfelde (Schillehnen) ist von den Rändern her zu einem großen Teil kultiviert worden. Der schwere und für eine Besiedlung ungünstige Boden des Kreises ist erst nach 1510 durch litauische Einwanderer, die der Komtur von Ragnit angesetzt hat, erschlossen worden. Der Name der Kreisstadt Pillkallen wurde 1938 in Schloßberg geändert, und zwar nach dem in der Nähe der Stadt gelegenen „Schloßberg", auf dem einst eine prußische Feste gestanden hat. Die litauischen Siedler übersetzten den Namen in ihre Sprache. Bereits 1516 bestand neben dem Schloßberg eine Siedlung, in der um 1549 eine Kirche erbaut wurde. Der Ort wuchs zu einem gut besuchten Marktflecken, in dem seit mindestens 1612 jährlich zwei Jahrmärkte abgehalten wurden. Das aufblühende Braugewerbe hatte guten Absatz. Die trinkfesten Bewohner liebten kräftige Getränke; der nach ihnen benannte „Pillkaller", ein beliebter Schnaps, ist sogar im westlichen Deutschland verbreitet. Nach der Pest in den Jahren 1709/1711 siedelten sich in Pillkallen und in seiner Umgegend Nassauer an, für die eine reformierte Kirche erbaut wurde; sie hat von 1733 bis 1818 bestanden. Auch Salzburger, Halberstädter und Franken ließen sich im Kreise nieder. Die Stadt entwickelte sich so, daß sie König Friedrich Wilhelm I. Pillkallen 1725 zur Stadt erhob. Den neuen Stadtplan mit einem großen, rechteckigen Markt entwarf Schultheiß von Unfriedt. Die einstigen drei Windmühlen auf dem Schloßberg wurden 1911 in das Stadtwappen aufgenommen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte die Stadt eine Garnison von Reitertruppen. 1756/1758 wurde eine neue Kirche erbaut, der Turm kam erst 1910 hinzu. Die Kirche besaß den ältesten evangelischen Beichtstuhl, Abraham Döring hat ihn 1559 hergestellt. Obgleich Pillkallen seit 1818 Kreisstadt war, erhielt es erst 1892 Eisenbahnanschluß nach Tilsit und Stallupönen. Handel und Verkehr wurden dadurch aber nicht sonderlich gefördert. Die 1870 gegründete private Präparandenanstalt wurde 1876 staatlich; sie bestand bis 1914. Die Stadt- und die Volksschule waren 1910 vereinigt worden. Bei den Kämpfen im August 1914 wurde Pillkallen fast vollständig zerstört, aber mit Hilfe der Patenstadt Breslau ab 1915 wiederaufgebaut. Die Stadt, die 1772 nur 1.302 Einwohner zählte, hatte 1939: 5.833 Einwohner. Im Herbst 1944 mußte Schloßberg wegen des Vordringens der russischen Übermacht von der Zivilbevölkerung geräumt werden; es fiel am 16. Januar 1945 in russische Hände.

Patenschaftsträger für den Kreis Schloßberg ist der Landkreis Harburg, für die Stadt Schloßberg die Stadt Winsen (Luhe) in Niedersachsen.
 

Quellen:
Wappen: Das Ostpreußenblatt (www.Ostpreussenblatt.de), 2000;
Text: Guttzeit: Ostpreußen in 1440 Bildern, Rautenberg, 1972-1996, Seite 50-51


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