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Der klassische Schreibtischtäter: Ilja Ehrenburg in seinem Arbeitszimmer um 1948
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»Die Deutschen sind keine Menschen«
Ilja Ehrenburgs Propaganda ist eine der primären Ursachen für die Gewaltexzesse der Rotarmisten in den Jahren 1944/45
von Ingo von Münch

Eine der wichtigsten Erklärungen für die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen darf nicht – etwa aus Gründen der „political correctness“ – unterdrückt werden: Zu erinnern ist an die unheilvolle Rolle von Ilja Ehrenburg, dem damaligen Chefpropagandisten der Roten Armee.

Ilja Ehrenburg war, wie die englische Autorin Catherine Merridale in ihrem Buch „Iwans Krieg. Die Rote Armee 1939–1945“ schreibt, „der Organisator von Stalins Propagandakrieg“. Ehrenburg schrieb allein rund 1500 Artikel an die Adresse der russischen Soldaten, meist in der Soldatenzeitung „Roter Stern“. Der Einfluss von Ehrenburgs Appellen auf die Stimmung und das Gefühl der russischen Soldaten kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine Soldatin aus dem Hauptquartier der 1. Weißrussischen Front bekundete: „Wir standen unter dem starken Einfluss von Ehrenburgs Appellen, und wir hatten viele Gründe für Vergeltung“ (Antony Beevor).

Nun dient jede Kriegspropaganda dazu, die eigenen Soldaten zum Kämpfen zu motivieren, ja anzustacheln – auf deutscher Seite war der Demagoge Joseph Goebbels dafür ein schlimmes Beispiel. Ich erinnere mich noch, damals ein Kind, wie Goebbels im Radio schrie: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Die Besonderheit der ehrenburgschen Kriegspropaganda, also seiner – wie er in seinen Erinnerungen selber schreibt – „richtigen Worte an die sowjetischen Soldaten“, liegt jedoch darin, dass die von ihm verfassten Artikel und Flugblätter von einem selbst für Kriegszeiten ungewöhnlichen Hass geprägt waren, und zwar – das ist wichtig – nicht nur von einem Hass auf die Nationalsozialisten („Faschisten“) und auf die deutschen Soldaten, was verständlich gewesen wäre, sondern auf „die Deutschen“, also auf alle Deutschen. Ehrenburgs Hass ging so weit, dass er den Deutschen (also nicht nur den Faschisten und den deutschen Soldaten) das Menschsein absprach. In der Soldatenzeitung „Krasnaja Swesda“ („Roter Stern“) lasen die russischen Soldaten Ehrenburgs Hass-tiraden: „Die Deutschen sind keine Menschen. Von jetzt ab ist das Wort ,Deutscher‘ für uns der allerschlimmste Fluch. Von jetzt ab bringt das Wort ,Deutscher‘ ein Gewehr zur Entladung. Wir werden nicht sprechen. Wir werden uns nicht aufregen. Wir werden töten. Wenn du nicht im Lauf eines Tages wenigstens einen Deutschen getötet hast, so ist es für dich ein verlorener Tag gewesen … Wenn du einen Deutschen getötet hast, so töte einen zweiten – für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Kilometer. Zähle nur eines: die von dir getöteten Deutschen“ (Alfred M. de Zayas).

Ehrenburgs Aufrufe zum Töten machten also hinsichtlich der zu Tötenden keinen Unterschied zwischen Faschisten und Nichtfaschisten, zwischen Soldaten und Zivilisten, zwischen Männern und Frauen. Klar war danach für die russischen Soldaten: Auch Frauen und Mädchen durften getötet werden. So beschreibt Alexander Solschenizyn die Stimmung in seinem Regiment bei der Besetzung Ostpreußens: „Ja! Seit drei Wochen fand der Krieg innerhalb Deutschlands statt und jeder von uns wusste, dass, wenn die Mädchen Deutsche waren, sie vergewaltigt und dann erschossen werden konnten. Das war fast so etwas wie eine Kampfauszeichnung“ (Brigitte Neary). Ehrenburgs rituelle Hassgesänge können in Ehrenburgs Memoiren und in anderen Dokumenten nachgelesen werden. Strittig ist dagegen, ob Ehrenburg ein Flugblatt verfasst hat, in welchem die russischen Soldaten direkt zu Vergewaltigungen aufgefordert werden mit den Worten: „Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute!“ Ehrenburg hat nach dem Krieg bestritten, dass er einen solchen Text geschrieben habe. Für diese seine Behauptung könnte sprechen, dass ein Originalexemplar dieses Flugblattes bisher in der Tat nicht präsentiert worden ist. Andererseits ist die Information beispielsweise eines russischen Soldaten namens Janek Tyrczinski zur Vergewaltigung deutscher Frauen bekannt, deren Inhalt auf ein solches Flugblatt hinweist: „Außerdem hatte man uns zum Hass gegen die Deutschen erzogen. In Flugblättern, die wir an der Front bekamen, stand immer wieder: ‚Tötet die deutschen Männer und schändet die deutschen Frauen. Brecht ihren rassischen Hochmut!‘ Es war uns also nicht verboten, sondern wir wurden dazu aufgefordert“ (Walter Kempowski). Die Diktion „Brecht ihren rassischen Hochmut“ in diesem Flugblatt entspricht unübersehbar derjenigen in dem von Ehrenburg abgeleugneten Flugblatttext.

Ob Ehrenburg das in Rede stehende Flugblatt tatsächlich selber verfasst hat oder nicht, braucht jedoch im vorliegenden Zusammenhang nicht aufgeklärt zu werden, denn Ehrenburgs Verantwortlichkeit für die Massenvergewaltigung deutscher Frauen kann nicht ernstlich verneint werden. Schon in der Soldatenzeitschrift „Unitschtoshim“ („Vernichtet den Gegner“) vom 17. September 1944 hatte Ehrenburg gewütet: „Die deutschen Frauen werden die Stunde verfluchen, in der sie ihre Söhne – Wüteriche – geboren haben. Wir werden nicht schänden. Wir werden nicht verfluchen. Wir werden nicht hören. Wir werden totschlagen“ (Alfred M. de Zayas).

Wenn also die sowjetischen Soldaten von Ehrenburg aufgefordert wurden tot zu schlagen, dann mussten oder konnten sie jedenfalls daraus entnehmen, dass sie erst recht deutsche Frauen „nur“ vergewaltigen durften, Frauen, die Ehrenburg als „Tiere“ und als „blonde Hyänen“ bezeichnet hatte. Es überrascht denn auch nicht, dass Ehrenburg mit den Opfern kein Mitgefühl hatte. In seinen Memoiren schreibt er selbst: „Angesichts der lächelnden Visagen von Rastenburg oder Elbing empfand ich weder Schadenfreude noch Mitgefühl, sondern einen mit menschlichen Impulsen durchsetzten Ekel, der mir bisweilen jenes große Glück vergiftete, das Glück beim Anblick unserer Soldaten.“

Ehrenburgs Kommentare zur leidvollen Situation der deutschen Frauen und Mädchen in jener Zeit sind in ihrem Zynismus und in ihrer Verlogenheit kaum zu überbieten, so wenn er in einem Artikel vom 15. März 1945 schreibt: „Die Mädchen starrten die Männer der vorbeiziehenden Roten Armee herausfordernd und wollüstig an, als seien sie eher Nachtlokalkellnerinnen als Bürgerstöchter.“ Gro­tes­ker kann man die Gefühle der Frauen und Mädchen beim Anblick der in Ostpreußen einmarschierenden russischen Soldaten nicht verzeichnen.

Nun könnte man Ehrenburg aus dem Gedächtnis streichen und den Deckel der Geschichte über seinen unmenschlichen Hasstiraden zuklappen lassen – wenn, ja wenn er nur Geschichte wäre. Aber Ehrenburg ist leider nicht nur Geschichte, sondern – jedenfalls in einer deutschen Stadt – Gegenwart. In Rostock gibt es noch heute, im Jahre 2013, eine Ilja-Ehrenburg-Straße. Geehrt wird also ein Kriegspropagandist, der nichts „lustiger“ fand als „deutsche Leichen“. Dass ein Antrag auf Umbenennung der Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock bisher keine politische Mehrheit gefunden hat, ist eine Schande für diese schöne Stadt.

Die Fundstellen der Zitate in diesem Zeitungsartikel sind in dem vom Verfasser erschienenen Buch „,Frau, komm!‘ Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45“ veröffentlicht.

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 14/13, 06.04.2013

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